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Drohnenführerschein · 8 Min. Lesezeit

So bekommen Sie das EU-Fernpiloten-Zeugnis A2 (Drohnenführerschein) in Deutschland

Mit dem A2-Zeugnis dürfen Sie eine schwerere Kameradrohne nah an Menschen fliegen – genau das brauchen die meisten Immobilien- und Dachaufträge in der Stadt. Hier sind die Schritte, die Prüfung und die Kosten.

Auf einen Blick

Ausgestellt von
Luftfahrt-Bundesamt (LBA)
Vorher nötig
Betreiber-Registrierung und der EU-Kompetenznachweis A1/A3
Prüfung
30 Multiple-Choice-Fragen, bestanden ab 75 %
Wo
Eine vom LBA anerkannte Prüfstelle – vor Ort oder online mit Prüfer per Video
Mindestalter
16
Gültig
5 Jahre
Gesamtkosten
Etwa 110–450 € mit Online-Prüfung, mehr mit Präsenzkurs

1. Was das A2-Zeugnis erlaubt

Das EU-Fernpiloten-Zeugnis A2, oft „Drohnenführerschein A2“ genannt, gilt für die Unterkategorie A2 der offenen Kategorie. Es ist für Drohnen mit Klassenkennzeichnung C2 bis 4 kg.

  • Sie dürfen mit mindestens 30 m Abstand zu unbeteiligten Personen fliegen.
  • Im Langsamflugmodus sinkt dieser Abstand auf 5 m.
  • Ohne A2 ist eine C2-Drohne auf die Unterkategorie A3 beschränkt: mindestens 150 m Abstand zu Wohn-, Gewerbe-, Industrie- und Erholungsgebieten. Damit fallen die meisten Aufträge in der Stadt weg.

Die Landesluftfahrtbehörden erwarten das A2-Zeugnis oft, wenn Sie eine Genehmigung für einen Flug in einem geografischen Gebiet beantragen, etwa nahe einem Krankenhaus oder Naturschutzgebiet.

2. Bevor Sie anfangen

  1. Registrieren Sie sich als Drohnenbetreiber beim LBA und bringen Sie Ihre e-ID an der Drohne an.
  2. Schließen Sie eine Haftpflichtversicherung ab. In Deutschland ist sie für jede Drohne Pflicht.
  3. Machen Sie den EU-Kompetenznachweis A1/A3. Das ist ein Online-Kurs mit Test im LBA-Portal; das LBA verlangt eine Gebühr von etwa 25 €.

Sie müssen mindestens 16 Jahre alt sein.

3. Praktisches Selbsttraining

Vor der Theorieprüfung erklären Sie, dass Sie ein praktisches Selbsttraining absolviert haben. Sie machen es allein unter den Bedingungen der Unterkategorie A3 – auf freiem Gelände, weit weg von Menschen. Es gibt kein Flugbuch zum Abgeben und keine feste Stundenzahl.

Nehmen Sie die Zeit ernst. Üben Sie:

  • Start und Landung auf einer kleinen, markierten Fläche;
  • Schweben und präzises Fliegen im Langsamflugmodus;
  • Fliegen ohne GPS-Unterstützung, wenn Ihre Drohne das erlaubt;
  • Rückkehrfunktion und was bei Signalverlust zu tun ist.

4. Die Theorieprüfung

Die Prüfung legen Sie bei einer vom LBA anerkannten Prüfstelle für Fernpiloten ab. Das LBA veröffentlicht die Liste der anerkannten Prüfstellen; einige sitzen in anderen EU-Ländern, ihre Nachweise gelten auch in Deutschland.

FormatDetails
Fragen30 Multiple-Choice
ThemenMeteorologie, Flugleistung von UAS, technische und betriebliche Minderung des Bodenrisikos
Bestehensgrenze≥ 75 %
DauerMeist unter einer Stunde
WoVor Ort oder online per Video mit Prüfer

Nach der Prüfung bekommen Sie von der Prüfstelle eine Bescheinigung über das Ergebnis. Damit beantragen Sie beim LBA das A2-Zeugnis, das als PDF ausgestellt wird.

5. Kosten und Zeitaufwand

SchrittKosten (Oktober 2026)
EU-Kompetenznachweis A1/A3, Online-Test (LBA)≈ 25 €
A2-Prüfung bei einer Prüfstelle, online, mit oder ohne Kurs (Präsenzkurse bis ≈ 800 €)≈ 80–400 €
Ausstellung des A2-Zeugnisses durch das LBA30 €
HaftpflichtversicherungJahresbeitrag, unterschiedlich

Mit Online-Prüfung und ohne Versicherung kostet der Weg zum Zeugnis insgesamt etwa 110–450 €. Mit ein paar Abenden für den A1/A3-Kurs, einigen Tagen Übung und einem freien Prüfungstermin sind viele Piloten in wenigen Wochen fertig.

6. Verlängerung

Das A2-Zeugnis gilt 5 Jahre. Vor Ablauf verlängern Sie es mit einer Auffrischungsschulung oder einer erneuten Prüfung bei einer anerkannten Prüfstelle. Das LBA verlangt dafür eine kleine Gebühr (15 €, Stand Oktober 2026).

7. Checkliste

  1. Als Betreiber registriert, e-ID an der Drohne
  2. Haftpflichtversicherung abgeschlossen
  3. EU-Kompetenznachweis A1/A3 bestanden
  4. Praktisches Selbsttraining absolviert und erklärt
  5. A2-Prüfung bei einer vom LBA anerkannten Prüfstelle gebucht
  6. Prüfung bestanden, A2-Zeugnis beim LBA beantragt
  7. Verlängerungstermin im Kalender – 5 Jahre später

Quellen

  1. LBA – EU certificate of remote pilot competency (englisch)
  2. skyzr — EU-Fernpiloten-Zeugnis A2: Prüfung, Kosten & Prüfstellen (2026)
  3. drohnen.de — Fernpilotenzeugnis A2: Prüfstellen und Angebote 2026

Der Pilot hinter AltaviatorUnabhängiger Drohnenpilot, vor allem in Hannover und Karlsruhe. Ich fliege Immobilien-, Dach- und Fassadenaufträge und schreibe auf, was ich dabei lerne.

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